Kurzantwort
Die Krankenkassen-Abrechnung für Hebammen ist selten ein einzelner Klick. Sie beginnt beim Besuch: Leistung sauber dokumentieren, Rechnung prüfen und den Export als Abrechnungspaket vorbereiten. In der aktuellen MIDWIFELY-Testphase ist die allgemeine Einreichung noch nicht freigeschaltet.
Gemeint ist damit die Abrechnung deiner Hebammenleistungen nach dem geltenden Vertrag und Verfahren, häufig im Zusammenhang mit § 134a SGB V. Welche Unterlagen und Übertragungswege gelten, hängt vom konkreten Kostenträger ab.
Was sich 2026 beim Hebammenhilfevertrag ändert
Der Hebammenhilfevertrag gilt seit dem 1. April 2026 in aktualisierter Fassung. Für Leistungen aus unterschiedlichen Vertragsständen gelten weiterhin getrennte Abrechnungslogiken: Vermische alte und neue Vertragssysteme nicht einfach in einer Rechnung. Prüfe vor dem Export, welcher Leistungszeitraum und welches Vergütungsverzeichnis für deine Abrechnung gilt.
Zusätzlich ist das Korrekturverfahren für Rechnungen wichtig. Eine Korrektur sollte nachvollziehbar aus der ursprünglichen Abrechnung hervorgehen — nicht als stillschweigend überschriebene PDF. Die verbindlichen Details stehen in den aktuellen Unterlagen des GKV-Spitzenverbands und den FAQ der AOK Gesundheitspartner.
Ein Ablauf, der im Alltag trägt
- Leistung und Weg direkt nach dem Besuch festhalten
- Positionen aus dem passenden Gebührenverzeichnis wählen
- Daten, IK, Mengen und Zuschläge prüfen
- Rechnung und Begleitzettel erstellen
- Validierten Export als Abrechnungspaket herunterladen
- Abrechnungspaket für den späteren Einreichungsweg bereithalten
- Rückmeldung, Ablehnung oder Korrektur im passenden Verfahren wiederfinden
Was Software übernehmen kann — und was nicht
Kann: Katalog und Version sichtbar halten, Plausibilität prüfen, PDF und Begleitzettel erstellen, einen validierten EDIFACT-Export vorbereiten und Korrekturentwürfe festhalten.
Kann nicht versprechen: dass jede Krankenkasse ohne Vertrag und Testpfad automatisch annimmt. Wenn dir jemand das verspricht, fehlt ein wichtiger Teil der Wahrheit.
Häufige Stolpersteine
- Veralteter Leistungskatalog oder fehlende Katalogversion auf der Rechnung
- Fehlende oder falsche Institutionskennzeichen (IK)
- Wegegeld ohne passende km-/Positionsangaben
- Export ohne Begleitzettel oder Checksumme
Fazit
Gute Abrechnung muss nicht schwer wirken. Sie wird leichter, wenn du sie in kleine Schritte teilst und jeder Schritt nachvollziehbar bleibt. MIDWIFELY unterstützt dich beim Prüfen und Exportieren. In der aktuellen Testphase ist noch keine allgemeine Einreichung möglich; einzelne Praxen können später nach individueller Freischaltung mit geklärtem IK- und ITSG-Weg teilnehmen.
FAQ
Was ist beim Hebammenhilfevertrag 2026 besonders wichtig?
Leistungszeitraum, Vertragsstand, Vergütungsverzeichnis und Korrekturweg müssen zusammenpassen. Eine Software kann dabei prüfen und sichtbar machen, ersetzt aber nicht die Prüfung des konkreten Einreichungswegs.
Muss MIDWIFELY schon direkt mit der Krankenkasse verbunden sein?
Nein. In der aktuellen Testphase bereitest du das Abrechnungspaket vor und exportierst es; die allgemeine Einreichung ist noch nicht freigeschaltet. Ausgewählte Praxen können nach geklärtem IK- und ITSG-Weg individuell für einen Test freigeschaltet werden. Deinen bisherigen Einreichungsweg nutzt du zunächst weiter.
Reicht ein PDF?
Für die interne Dokumentation ja; für die elektronische Einreichung brauchst du die Datensätze plus Begleitunterlagen laut aktuellem Verfahren.